11.082013
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Brustkrebs – Zahlen, Daten & Fakten – was man wissen muss

Brustkrebs – Zahlen, Daten & Fakten – was man wissen muss

Was bedeutet die Diagnose Brustkrebs?

Brustkrebs ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent aller Neuerkrankungen bei Frauen deutschlandweit die häufigste Krebsart. Ausgedrückt in Zahlen, sind es derzeit durchschnittlich 72 000 Neuerkrankungen pro Jahr. Damit erkranken im Schnitt acht bis zehn Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens an Mammakarzinom. Bei Männern tritt Brustkrebs deutlich weniger auf. So sind es jährlich etwa 500 – 600, die an einem bösartigen Tumor an der Brustdrüse erkranken.

Die moderne Medizin hat es mittlerweile möglich gemacht, dass man auch nach einer Diagnose nicht sofort aufgeben muss. Die Sterberate hat sich in den letzten Jahren deutlich verringert, beziehungsweise die Überlebensaussichten haben sich erheblich gebessert. Pro Jahr erliegen in etwa 20% aller erkrankten Fraue den Folgen dieses bösartigen Tumors. Bei Männern stehen die Überlebenschancen mit zirka 25% minimal schlechter.


Die häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen nach Krebsarten (2012)

Quelle: Statista.de (licened by SKA)


Die Heilungschancen stehen also mittlerweile sehr gut. Zwar ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste, durch Krebs hervorgerufene, Todesursache bei Frauen, dennoch liegt die Heilungschance bei früh und rechtzeitig erkanntem Brustkrebs heute bei 80%. Wichtig hierbei ist tatsächlich das frühe Erkennen. Durch die sogenannte Mammografie, lässt sich Brustkrebs bereits in einem sehr frühen Stadium erkennen, was wiederum der Grundstein für eine erfolgreiche Behandlung ist. Gerade junge Frauen, bzw. alle Frauen der Risikogruppen sollten diese Art der Vorsorge regelmäßig nutzen.

Risikofaktoren bei Brustkrebs sind für Frauen zum Beispiel Übergewicht, häufiger hoher Alkoholkonsum, Rauchen oder Hormonersatztherapien. Viel wichtiger ist allerdings zu wissen, dass Brustkrebs häufig bei Frauen auftritt, die bereits sehr früh ihre Regelblutungen bekommen haben, oder diese erst sehr spät wieder losgeworden sind, sprich bei Frauen, die erst spät in die Wechseljahre gekommen sind. Der Grund hierfür ist, dass häufiger Frauen erkranken, die in ihrem Leben viele Menstruationszyklen durchgemacht haben. Auch kinderlose Frauen, oder welche, die erst nach dem dreißigsten Lebensjahr gebären konnten, gehören zur Risikogruppe. Erblich bedingt auftretende Tumore, werden hingegen nur zu fünf Prozent festgestellt.


Wichtige Fragen zum Thema Brustkrebs

Nachfolgend haben wir für Dich die wichtigsten Fragen zum Thema Brustkrebs aufgeführt. Diese sollen Dir dabei helfen, mit Brustkrebs bewusster umzugehen, der Erkrankung so weit möglich vorzubeugen und im Fall des Falles zu wissen, was zu tun ist, wenn Diagnose Brustkrebs gefallen ist.


Kann ich Brustkrebs präventiv vorbeugen?

Leider kann bis heute niemand hundertprozentig sagen, was genau die Ursachen für Brustkrebs sind. Deshalb gestaltet sich auch die Vorbeugung und Prävention schwierig. Dennoch ist es so, dass Frauen die einen gesunden Lebensstil pflegen, sich gesund ernähren und regelmäßig Sport treiben seltener erkranken. Kann man das Risiko einer Erkrankung insofern eindämmen, dass man sich gesund ernährt, Übergewicht abbaut, sich sportlich betätigt, auf Alkohol verzichtet und Stress vermeidet bzw. bewusst mit diesem umgeht.


Kann ich Brustkrebs erkennen und wenn ja, wie?

Patientin bei der Brustkrebs Vorsorge (Mammographie)Die Frage darf ganz deutlich mit ‘Ja’ beantwortet werden. Die moderne Medizin ist mittlerweile so weit, dass sie Brustkrebs einfach und schon sehr früh erkennen kann. Aber auch für die Frau selber ist dies nicht schwer. Grundsätzlich sollte die Brust regelmäßig auf Knoten und Veränderungen abgetastet werden. Zusätzlich bietet es sich an, in regelmäßigen Abständen (alle 6-12 Monate) einen Arzt aufzusuchen, der sich mit der Früherkennung auskennt. Das wichtigste Mittel zur Früherkennung von Brustkrebs ist allerdings das Mammografiescreening, bei welchem mit Hilfe modernster Techniken die Brust bis ins in das tief sitzende Gewebe untersucht wird.


An wen kann ich mich bei Verdacht auf Brustkrebs wenden?

Bei jeder Art eines Verdachtes heißt es: Arzt aufsuchen. Am besten ist hier der Weg direkt zum Gynäkologen, welcher die nächsten Schritte einleiten oder auch Entwarnung geben kann.


Welche Behandlungsformen gibt es und wie laufen diese ab?

Da sich jeder Tumor unterschiedlich verhält, lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Grob kann man aber sagen, dass es zwei Wege der Behandlung gibt. Die brusterhaltende Therapie oder die Art der Behandlung, bei welcher die Brust amputiert wird. Bei großen Tumoren arbeitet man in der Regel zunächst mit einer Chemotherapie, welche den Tumor eindämmen und im besten Fall verkleinern oder auslöschen soll.

Danach folgen operative Eingriffe, die den Tumor entfernen. Der Stand der der Medizin macht es in den meisten Fällen möglich, dass die Brust nicht abgenommen werden muss. Damit ist die Behandlung allerdings nicht abgeschlossen. Nach der Operation folgt oft eine zweite Bestrahlungswelle, die ganz einfach dazu dient, das Rückfallrisiko einzudämmen. Hierfür gibt es zudem die medikamentöse Variante, bei welcher über einen langen Zeitraum Medikamente konsumiert werden müssen.


Gibt es Verbände und Hilfsorganisationen?

Sehr oft hilft den Erkrankten sowie deren Angehörigen der Austausch mit anderen. Neben einer Vielzahl regional organisierter Selbsthilfegruppen gibt es bundesweite Hilfsorganisationen die Betroffenen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zu Seite stehen und ihnen dabei helfen die Zeit der Erkrankung so gut wie möglich zu überstehen.

Neben unserer noch sehr jungen Aufklärungsinitiative für ein Leben im Einklang mit Brustkrebs durch Yoga, sind dies vor allem renommierte Hilfsorganisationen wie unser Partner Susan G. Komen oder die Brustkrebs Deutschland e. V..

Du hast weitere Fragen Thema Brustkrebs und willst wissen, wie Yoga dabei helfen kann, mit der Krankheit im Einklang zu leben? Du bist oder warst selbst an Brustkrebs erkrankt und möchtest Deine Erfahrungen mit anderen Betroffenen teilen und helfen? Dann schreibe einen Kommentar zu diesem Post oder setze Dich mit uns per E-Mail in Verbidung oder nutze unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Dich!

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